Tag 4 – Grosses und Kleines

Auch heute spielt das Wetter wieder super mit. Am Morgen gibt es keine Wolken am Himmel. Das wird sich zwar noch im Verlaufe des Tages ändern, es sind aber immer nur einzelne Wolkenfetzen und glücklicherweise kein Regen.

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Ein Elefant kehrt vom Fluss zurück, wo er wohl in den frühen Morgenstunden Wasser getrunken hat.

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In der Ferne kann man plötzlich einen riesigen Lärm in den Bäumen hören. Für Mamai, unseren Guide, ist sofort klar, was da los ist. Das sind Affen, die sich gegenseitig vor einer Katze warnen. Die Suche nach dem “Kätzchen” gestaltet sich auch für uns als nicht schwierig. Wenig später trottet nämlich ein Leopard in unsere Richtung. Und das Auto scheint führ ihn nicht zu existieren.

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Dann gibt es doch noch einen kurzen Blick, der in etwa soviel sagt wie: “Ihr schon wieder, muss das wirklich sein?” Ja es muss sein! Smile Ich möchte mich an dieser Stelle auch hoch offiziell für die Ruhestörung entschuldigen. Wobei ein Raubtier in der Wildnis wohl sowieso nie seine Ruhe hat. Das ist der Preis, den man zahlt, wenn man zuoberst in der Nahrungskette steht.    

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Ein schönes Tier!

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Ganz in guter Katzenmanier wird das Wasser geschleckt. Als er in einem Abstand von weniger als einem Meter am Auto vorbei trottet, sind plötzlich alle ganz still. Woran das wohl liegen mag? Doch nicht an den offenen Fenstern? Er will offensichtlich heute nicht gekrault werden. kenia-04-06

Wir folgend ihm noch ein ganzes Stück. Plötzlich duckt sich der Leopard ins Grass und kriecht in dieser Position weiter. Auf der anderen Seite des Busches liegt die Auflösung bzw. das Ziel: Ein Hase. Aber der Hase hat wieder einmal “Schwein gehabt”. Denn es gibt unzählige andere Tiere, die bereits lange Zeit zuvor die Umgebung vor dem Leoparden gewarnt haben und so kann er sich der Hase rechtzeitig aus dem Staub machen. 

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Action!!! Hornbills im Luftkampf

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Das pure Gegenteil von Action: Ein “Eastern Chanting-Goshawk” bei der sorgfältigen Überwachung der Umgebung. Ich versuche mich gar nicht erst an einer Übersetzung seines Namens.

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Der Vogel kann aber auch anders, hier im Flug.

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Ein Hornbill im Sturzflug

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Die Maske von Zorro lässt grüssen.

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Dieses Bild hat es nur als Ausgleich zur “leicht” vogellastigen Fotoauswahl hier hin geschafft.

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Diese Art von Zebras,  “Grevy’s Zebra” genannt, findet man nur nördlich des Äquators. Da fragt ich mich, wie die Tiere denn wissen, wo der Äquatorliegt? Built-in GPS? Landkartenstudium?  

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Im Camp gibt es viele Affen, die auf den ersten Blick den Jö-Faktor auslösen. Eigentlich sind sie aber eine rechte Plage. Was nicht fest montiert ist, wird von ihnen gnadenlos auseinander genommen.  Selbst der Eingang zum Zelt muss mit einer schweren Fussmatte gesichert werden. Im Hauptgebäude gibt es vollamtliche “Affenvertreiber”, die mit Steinschleudern die Tiere im Schach zu halten versuchen. Der Erfolg ist zweifelhaft.

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Die Wolken türmen sich üblicherweise am Nachmittag auf, bleiben heute aber harmlos.

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Grosser Lärm, kleiner Vogel. Dafür hat er sich richtig positioniert.

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Impala Männchen im Gegenlicht. Irgendwie habe ich Mitleid mit ihnen. Das ganze Leben muss der totale Stress sein. Zuerst geht es bei ihnen darum, sich ein möglichst grosses Harem von Weibchen zu schaffen und gegen mögliche Widersacher zu verteidigen und dann existiert die ständige Angst vor Raubtieren, die hinter jedem Baum oder Busch lauern können.

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Auf der Rückfahrt zum Camp, es ist eigentlich schon fast dunkel, sehen wir andeutungsweise, wie ein grosser Vogel auf einem nahen Baum landet. Es ist eigentlich bereits viel zu dunkel, aber dank dem erweiterten Iso-Bereich meiner Kamera kann ich doch noch ein Foto schiessen, mit dem man zumindest eine Bestimmung durchführen kann. Nach etwas Bildbearbeitung kann man das Foto sogar an diese Stelle zeigen. Und was ist es denn? Natürlich ein Eule.

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