Tag 3 – To burn or not to burn

Ich befinde mich 0° 37’ nördlicher Breite, was so viel bedeutet wie 60 Kilometer oberhalb des Äquators in der nördlichen Hemisphäre. Wäre heute die Tag-Nachtgleiche, würde die Sonne genau über mir stehen. Wir gehen aber schon Richtung Wintersonnenwende, sodass die Sonne etwas weiter im Süden steht. Praktisch macht das aber nicht wirklich einen Unterschied: Die Sonne brutzelt tüchtig den ganzen Tag auf dem Kopf.  Man ahnt schon, wo das enden könnte … Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Mütze in diesem Kontext eigentlich kontraproduktiv ist. Denn der Kopf wird dadurch prima geschützt, der Rest ist aber genau so exponiert, nur dass man den Eindruck hat, alles sei im grünen Bereich. Nichts ist im grünen Bereich, vielmehr ist alles im roten! Da hat auch die hastig nach der Morgenausfahrt (die allerdings erst um 14:00 fertig war) aufgetragene Sonnencreme Faktor 50 nicht mehr viel verbessert. Ich bin aber auch nicht alleine, hat diese Phänomen drei von drei der angereisten Bleichgesichter getroffen … Nun gut, damit wäre der Punkt “Sonnenbrand” auf meiner Todo-Liste abgehakt!

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Spiel mit dem Feuer. Ich kann aber versichern, dass das Insekt zumindest diesen Moment überlebt hat.

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Ein Roller, mein Lieblingsvogel. Bis jetzt versuche ich mich immer noch am perfekten “Take-off Shot”.

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Stellvertretend für alle anderen Tauben.

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Lalala ….

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Gurr, gurr, kuschel, kuschel ….

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Ooops … was geschieht denn hier … Smile 

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Das nenne ich einen scharfen Blick.

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Dieser Reiher hat auch einen scharfen Blick und eine noch schärferen Schnabel.

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Als wir zum Ufer kommen, liegt dort eine Giraffe im Wasser. Das ist schon extrem unüblich. Man sieht sie kaum am Land liegen und jetzt gleich im Wasser? Sofort werden Theorien entwickelt über eine mögliche Verletzung. Diese finden Unterstützung in der Tatsache, dass die Giraffe nach einiger Zeit versucht, aufzustehen, sogleich aber wieder einbricht. Ein verletztes und sogar gebrochenes Bein?  In der Wildnis ist das zugleich das Todesurteil, denn nur wenn man top fit ist kann man überleben.

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Auf der anderen Seite des Flusses waren andere Giraffen am Fressen. Immer wieder schauen sie rüber. Irgendwann verabschieden auch wir uns von der Giraffe, in der Annahme, sie nicht mehr lebendig wiederzusehen. R.I.P.

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Aus einer anderen Position weiter unten am Fluss sehen wir aber, wie plötzlich von der anderen Uferseite zwei Giraffen sich zum im Wasser liegenden jungen Männchen aufmachen. Als die beiden dort angekommen sind, geht es auch nicht lange und schon steht die scheinbar tödlich verwundete Giraffe wieder im Wasser. 

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Dass das Männchen gar nicht verletzt war zeigt er uns gleich mit einem tüchtigen Spurt durchs Wasser. Das ist schon eine ganz komisch Sache. Man versucht ja immer, eine Erklärung zu finden. In diesem Fall denken wir, dass die Giraffe im unstabil Grund gestürzt ist und nachher in Panik nicht mehr wieder aufstehen konnte. Erst als eine alte Giraffe von der anderen Seite kam und sagte, er solle sich nicht so bescheuert anstellen, ging es wieder weiter.

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“Red-and-yellow Barbet”

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Flussstimmung

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Natürlich gibt es nicht irgendwelchen Standard-Instant-Kaffee sondern richtigen aus einer Bialetti-Kanne.

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Nachmittags Meeting von zwei Adlern.

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Du muss mir aber gar nicht blöd kommen mit dem Fotozeugs! Ich behalte dich im Auge!

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Wenn man irgendwo eine Ansammlung von Fahrzeugen antrifft, heisst das mit 90% Wahrscheinlichkeit, dass hier irgendeine der Katzen zu sehen ist. Und auch in diesem Fall ist das so. Ein Leopard hat sich zum Schlafen auf einen Baum zurückgezogen. Die eigentliche Unterhaltung hier ist aber auch nicht der Leopard, der alle paar Minuten einen Lagewechsel durchführte, sondern das Auto vor uns, das mit irgendwelchen Fotografen vollgefüllt war. Sie hatten alle mehr oder weniger das übliche “High End” dabei. Einer war offensichtlich der Chef und gab jeweils den Befehl, wann die anderen Fotos schiessen müssen, sollen oder dürfen.

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Bequem sieht anders aus.

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