Tag 2 – Ab in die Wildnis

Gestern hat es 7:30h gedauert, um die 6000 km von Zürich nach Nairobi zurückzulegen. Und heute? Es ging wieder 7:30h,  eigentlich war es eine Stunde weniger aber das reimt sich nicht so toll, um 350km zurückzulegen. Und zwar ging es von Nairobi in nördlicher Richtung am Mount Kenia vorbei zur ersten Station, dem Samburu National Park. 6:30 Stunden für 350 Kilometer?Das tönt schon fast nach Schritttempo und dabei gab es auf der ganzen Strecke fast keine Tempobegrenzung. Der Grund dafür sind die zahlreichen Speedbumps. Zahlreich ist eigentlich nicht die richtige Beschreibung. Vielmehr sind diese Dinger allgegenwärtig. In einem Dorf, und es gab zahlreiche davon auf der Strecke, hat es im Schnitt 3.4 Speedbumps der gröberen Sorte und eben soviel kleinere, die bei genügender Geschwindigkeit sich genau so als Achsenkiller verwandeln wie die grossen. Mamai, unserer Guide, war äussert effizient im Abbremsen und hat so die Fahrzeit in erträglichem Rahmen gehalten.

Bevor es aber von Nairobi los ging, hatte ich noch die Gelegenheit, unser neues Office in Oerlikon äh Nairobi zu besuchen. Es sieht so aus, dass es sehr luftig und individuell gebaut ist …

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Es war ja bekannt, dass es in Kenia um diese Jahreszeit regnen kann. Eigentlich wusste ich schon vor der Abreise, dass die Regenwahrscheinlichkeit für dem erstem Tag über 90% liegt. Aber manchmal macht man sich eben falsche Hoffnungen. Auf jeden Fall lag die Regen-Wahrscheinlichkeit bei 100% während unserer Reise zum Sambura Park. Unterwegs gab es unzählige Möglichkeiten, frisches Obst zu kaufen. kenia-02-02

Und irgendwann war es so weit. Am Vortab hat mich der Flug nach Nairobi in die südliche Hemisphäre geführt und heute ging die Fahrt wieder zurück auf die nördliche Halbkugel. Hier wird ganz offiziell der Äquator überquerst. Womit ich wieder bei der Frage wäre, ob den der Wasserstrudel bei der Badewanne in der Südlichen Halbkugel in die andere Richtung dreht? Aufgrund der perfekten Lage von Kenia um den Äquator, hoffe ich doch bei dieser Reise endlich dieses Rätsel zu lösen.

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Kommt man irgendwo an, dann braucht man doch einen Taxi. Der Taxistand sieht hier in etwa so aus:

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Und das ist ein Fernbus. Die maximale Ladungsdichte im Bus scheint am Äquator anderen Gesetzen zu folgen. Auf jeden Fall waren die meisten Fahrzeuge “ziemlich” voll.

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Nach der Ankunft im Samburu Camp gab es eine kurze Siesta. Und danach ging es zum Aufwärmen auf den ersten Gamedrive.

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Die “Vulturine Guineafowls” haben ein 2 Bit Hirn. Damit lassen sich 4 Zustände beschreiben:

Zustand 1: Fressen
Zustand 2: Wegrennen
Zustand 3+4: Diese zwei Zustände werden in der aktuellen Evolutionsphase nicht verwendet und dienen der zukünftigen Weiterentwicklung dieser Spezies.

Wenn jetzt jemand fragt: Das sind doch Vögel, die können doch auch fliegen? Dann ist die klare Antwort darauf: Stimmt, es sind Vögel und fliegen können sie auch, nur kann man das Fliegen als Fehlverhalten von Zustand 2: Wegrennen beschreiben. Dieses Fehlverhalten kommt in der freien Wildbahn fast nie vor und kann deshalb vernachlässigt werden. 

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Ein Specht

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Leider fehlt auf folgendem Bild ein Grössenvergleich. Die DikDiks sind ausgewachsen deutlich kleiner als z.B. ein Schäferhund.

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Ein Star im Baum, der “Superb Star”.

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Sunbird

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Weiss der Geier was ….

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Nicht weniger wichtig als das psychische Wohl ist das physische. An dieser Stelle kann ich sagen, dass beide Welten im Einklang stehen. Ich werde jetzt nicht jedes Essen fotografieren, aber der Standard war gesetzt und sollte sich in den folgenden vier Tagen nicht ändern.

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Und wie sieht die Lodge denn von Aussen aus? Abermals kann ich mich nicht beklagen. Unten sieht man das Hauptgebäude in dem sich die Bar und das Restaurant befindet. Lüften muss man hier bestimmt nie.

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Bei der Lodge handelt es sich um ein “Tented Camp”. Dabei muss man sich aber nicht ein Zelt im Camping Sinn vorstellen. Die einzelnen Zelte haben einen gemauerten Teil. Das ist meist das Bad/WC. Nur der Aufbau ist aus einem meist zweilagigen Zelt. Damit kann man die Temperatur recht gut regulieren. Wie man sieht lässt sich so ganz gut leben.

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Fürs Blog-Schreiben muss man sich allerdings die Zeit einteilen. Wegen des Stroms, der von einem Generator stammt, der natürlich nur dann läuft, wenn alle Geräte voll sind und das Wifi, das direkt daran gekoppelt ist. Es gibt zwar auch eine Mobil-Abdeckung, die reicht aber mit 0.5 Strichen ganz knapp für Whatsapp.

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