Der heutige Tag ist quasi die Fortsetzung von gestern. Ursprünglich war geplant, von Johannesburg direkt zu den Augrabies Falls zu fliegen. Wir haben dann aber unseren Abflug aus der Schweiz um einen Tag vorverschoben um diese doch recht lange Etappe in zwei Abschnitte zu unterteilen. Und eben dieser zweite Teil war heute. So hieß es also: Falls, wir kommen!

Natürlich wollten wir die wegen der Diamanten bekannte Stadt Kimberly nicht verlassen, ohne vorher das “Big Hole” besucht zu haben.  Das Big Hole gilt als eine der größten oberirdischen Minen. Ich hatte auf diversen Fotos  schon das Loch gesehen. Es sah nicht sonderlich spektakulär aus. Ein wenig Loch und am Boden etwas Wasser. Wenn man nun aber wirklich davor steht, ist die Grösse sehr eindrücklich.  Bis zum See sind es 174 Meter und alles wurde von Hand ausgehoben. Die Daten zur Mine:

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Und hier ist es also, das “Big Hole”. Die weißen Punkte über dem Wasser sind Vögel.

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Die Besichtigungsrampe zum Hole. Der letzte Teil ist freihängend und wippt spürbar nach, wenn sich jemand darauf bewegt. Das hat wohl einige dazu gebracht, den Besuch der Rampe von der Prioritätenliste zu streichen.

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In einer Ausstellung waren diverse Replikate von Diamanten zu sehen, die hier gefunden wurden. Ein Großteil der Diamanten sind sehr gross und  haben Namen wie “Star of Africa”. Der Folgende Diamant hat in etwa die Grösse eines halben Hühner-Eis.

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In Kimberley gibt es offensichtlich auch einen Ableger von SBB Historic Winking smile

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Heute ist nun der erste Tag, der richtig zählt. Nicht mehr das Geplänkel mit einem Langstreckenflug. Einfach rein in die Cessna und los geht’s!

Durch einen Nebeneingang am Flugplatz gelangen wir zu unserem Flieger. Beeep, Beeep, Beeep macht es bei jedem von uns beim Security-Check. Aber das stört niemanden. Vermutlich wäre das Ausbleiben des Beeps ein Alarmsignal.

Zuerst gibt es ein paar Impressionen aus der Luft, quasi zum Warmwerden.  Hier ist ein Lastwagen voll Milch umgekippt.

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Immer wieder gibt es diese riesigen runden Felder. Es gibt hier offensichtlich mehrere Ernten pro Jahr, da manche Felder gelblich leuchten, während andere ganz in grün strahlen.

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Luftiger Rorschachtest:

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Und noch eine leicht andere Variante von einem Feld.

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Auf dem Weg zu den Augrabies Falls gab es  einen unplanmäßigen Zwischenstopp in Griekwastad, da sich ein Unwohlsein bei gewissen Passagieren eingeschlichen hatte. Wir hatten dafür eigentlich ein anderes Airstrip angepeilt, doch dann tauchte plötzlich unter uns eine viel nähere Alternative auf. Später stellte sich heraus, dass der Airstrip “Tommy’s Field” heisst, zu einer Minengesellschaft gehört und man sich 48 h vorher anmelden sollte …

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Lessons learned von dieser Übung: “Man beobachtet aus einem Flieger nicht mit einem Feldstecher”.

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Unterwegs sahen wir zwei verschiedene Solaranlagen. Solarstrom kann ich mir bei der hiesigen Sonne

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Bei dieser Anlage werden die Strahlen durch Spiegel auf einen Turm umgelenkt. Die leuchtende Spitze ist über eine Distanz von mindestens 100 km deutlich sichtbar.

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Immer wieder kreuzten wir den Orange River, der offensichtlich als Wasserspender für die Landwirtschaft dient. Unser Ziel, die Augrabies Falls, liegen auch an diesem Fluss. Wir hätten also einfach dem Verlauf folgen können, wählten aber den direkten Weg. Angebaut wird in dieser Region u.a. auch ein sehr guter Wein, den wir später natürlich probieren mussten.

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An den Falls angekommen gab es nur eine kurze Runde, da wir für morgen mehr geplant hatten.

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So, nun stand also nur noch die Landung auf dem Airstrip der Lodge auf dem Programm. Georg meisterte das deutlich besser, als ich auf der folgenden Zeichnung.

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Nach einer kurzen Pause besichtigten wir noch die Wasserfälle mit der terrestrischen Methode. Aktuell hat der Fluss nur sehr wenig Wasser. Im Informationszentrum gibt es aber Bilder, die zeigen, wie es aussieht, wenn Hochwasser herrscht. Dann würde auf diesem Bild auch über die Klippen Wasser fließen und am aktuellen Standort könnte man wohl eine Dusche nehmen.

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Klippschliefer beobachteten uns auf Schritt und Tritt. So und jetzt kommt die Frage das Tages: Mit wem sind diese Tiere verwandt?

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In der untergehenden Sonne gab es sogar noch einen kleinen Regenbogen.

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Für die Besichtigung der Wasserfälle hat uns der Besitzer der Lodge einfach seinen 4×4 überlassen. Cooles Teil, leider kann ich das nicht mitnehmen.

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Hier ist noch der Beweis, dass es uns doch gar nicht so schlecht geht.

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Auflösung des Rätsels: Klippschliefer sind mit Elefanten und Seekühen verwandt!!?!

Total distance: 156.75 km
Total time: 00:54:22
Total distance: 303.36 km
Total time: 01:25:10