Tag 9–Lake Nakuru

Abermals sieht es nach gutem Wetter aus. Schon das erste Tageslicht vor 6 Uhr zeigt, dass wir zumindest teilweise mit einem wolkenlosen Himmel rechnen können. Anfänglich konzentriere ich mich, die Stimmung einzufangen. Überall hat es Nebelfetzen, die der Landschaft einen mystischen Touch geben.

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Der Plan für heute Morgen ist, zu einer Stelle ganz in der Nähe des Sees zu fahren und den Vormittag dort zu verbringen.

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Noch hat aber der Nebel das Sagen. Doch sobald sich die Sonne Zeit, ist er in wenigen Minuten verschwunden.

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Während wir noch die Landschaft bestaunen, stelle ich plötzlich fest, dass sich die im Nebel nur schemenhaft erkennbare Herde von Büffeln plötzlich in Nashörner verwandelt hat. Nicht nur eines, gleich fünf treten aus dem hohen Grass hervor. Die Wilderei von Nashörnern hat in Kenia glücklicherweise (noch) nicht das Ausmass von Südafrika erreicht. Trotzdem hat es auch hier zwei bewaffnete Jäger, die 24 Stunden am Tag zu Fuss den Tieren folgen.

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Wie ich bereits zuvor beschrieben habe, hat es aktuell sehr wenige ausländische Touristen unterwegs. So sind wir auch die einzigen, die beobachten können, wie die Rhino-Herde grasend langsam über das Feld zieht. Einzig bei der Strasse angekommen blicken sie kurz auf, mustern die Gegend und trotten dann gemütlich auf das nächste Feld auf der anderen Seite. Im Krüger Park würde ein solches Ereignis innerhalb kürzester Zeit 20 und mehr Fahrzeuge anziehen.

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Wieder einmal ein “Spieglein, Spieglein”- Bild. Ich musste aber zwei Flecken weg retuschieren, die von Staub auf dem Kamera-Sensor stammen. Langsam macht sich bemerkbar, dass ich schon mehrfach das Objektiv gewechselt habe. Dabei kommt leider immer etwas Staub ins Gehäuse der sich schlussendlich auf dem Sensor niederlässt.

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“Etwas Aussicht kann nicht schaden”, hat sich sicher dieser Kuhreiher gesagt und den Rücken des Büffels als neues zuhause auserkoren. Weit herum kommt er damit nicht, denn der Büffel steht den ganzen Vormittag praktisch am gleichen Ort.

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Nächstes Thema: Flugbewegungen! Manche donnern im Tiefflug an uns vorbei.

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Wieder andere üben Flugformationen in grosser Höhe.

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Der “Pied Kingfisher” ist dafür bekannt, dass er über dem Wasser flatternd schwebt und sich dann im Sturzflug auf einen Fisch stürzt. Die Erfolgsrate ist aber bescheiden, sodass ich viele Möglichkeiten habe, den Sturzflug festzuhalten. Und die brauche ich auch, bis ein vernünftiges Resultat feststeht.

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Der Roller ist noch eine Spur fieser. Erratisches Abflugverhalten, schneller Flügelschlag und ein kleiner Vogel machen das Unterfangen genauso wahrscheinlich wie einen Lottogewinn. Im vorliegenden Fall war es leider nur ein Fünfer, denn die Sonne steht falsch beziehungsweise zu hoch.

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Hier sind wir in der Übergansphase zwischen Flug und Landung. Das Fahrwerk ist bereits ausgefahren, die Landeklappen in maximalem Anstellwinkel und die maximale Konzentration ist offensichtlich.

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Sieht fast aus wie Wasserskifahren, mit grünen Positionslichtern an den Flügeln

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Aufgereiht

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Wir haben gerade noch einmal Glück gehabt. Die Büffelherde verschont uns und zieht rasend schnell innerhalb von 10 Minuten an uns vorbei.

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Am Nachmittag gibt es eine weitere Ausfahrt, wir wählen einen anderen Weg und fahren ins Landesinneren. Abermals sieht man auf dem folgenden Bild Oxpecker, sie haben sich aber wieder einmal nicht auf einem Ox sondern einem Zebra niedergelassen.

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“Bienenfresser” bei der gemeinsamen Suche nach Bienen bzw. etwas Essbarem.

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Der Rest des Tages ist dadurch gekennzeichnet dass sich alle Vögel vor perfektem Hintergrund niederlassen, sodass man die Stärken der Optik spielen lassen kann und nicht irgendwelche digitalen Spielereien bzw. Retuschen braucht.

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Den Abschluss bildet eine Gruppe Baboons, die sich auf dem Weg niedergelassen haben und erst Platz machen, nachdem wir gefährlich nahe herangerollt sind.

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