Tag 7 – Flaming-o-mania

Der Lake Bogoria ist ein stark alkalischer See. Es gibt zahlreiche Geysire und heisse Quellen, sodass sich das Wasser an manchen Stellen bis auf 70°C erwärmt. Das ist eine ideale Voraussetzung für die Cyanobakterien. Es gilt nicht als Wissenslücke, wenn man von diesen bisher nichts gehört hat. Da die Bakterien als Nahrung für die Flamingos dienen, zieht es diese von weit her hier hin. Die Wetterprognosen für heute waren nicht wirklich toll, war doch Regen als zentrale Komponente vorgesehen. Am Morgen hat es dann aber keine Wolke am Himmel. Gut so, akzeptiert!

Schnell stellt sich heraus, dass das Fotografieren der Flamingos gar nicht so einfach ist. Denn es hat viele, sehr viele sogar, die sich fast immer in chaotischen Gruppen versammeln. Unter diesen Voraussetzungen eine Aufnahme von einem einzelnen Flamingo zu machen, ist schon ein rechtes Geduldsspiel. Insofern ist folgendes Bild ein wahre Heldentat. 

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So sieht es normalerweise aus.

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Oder auch gleich so. Im Vordergrund sieht man die kleineren “Lesser Flamingos” mit schwarzem Schnabel und im Hintergrund stehen die “Greater Flamingos”, die nur an der Spitze des Schnabels eine schwarze Färbung haben.

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Der See hat ein Länge von rund 34 Kilometer. Immer wieder kommen neue Gruppen von der anderen Seite an und suchen sich einen Platz zum Landen.

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Andere machen sich auf und davon um ihr Glück an einer anderen Stelle zu finden.

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Und in der Luft sieht das dann so aus. Ich nehme einmal an, dass diese alle frei fliegen und sich nicht jeweils bei einem Kontrollzentrum anmelden müssen … Winking smile 

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An manchen Stellen schwimmen die Flamingos auch schön verteilt im Wasser.

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V-Formation

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Ich habe gesagt, dass das Fotografieren eines Flamingos schwierig ist. Das stimmt fürs Land. In der Luft schafft man es aber immer wieder, eine kleine Gruppe oder einen einzelnen Vogel einzufangen.

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Vierer Staffel

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Durch die Grösse bedingt, sind die Flamingos sehr gutmütig für Fotografen, da der Flügelschlag eher gemächlich ist und in der Regel gut aussieht.

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Ein tieffliegender Bomber.

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Und hier die Happy Hour Chill-Out Party mitten im See.

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Es ist schwierig, die Anzahl der Flamingos abzuschätzen. Auf folgendem Bild haben wir für die vordere Gruppe folgende Rechnung aufgestellt: Die Gruppe ist etwa 100 Meter Breit und 50 Meter Tief, macht etwa 5000 m2 Flamingos. Wenn man annimmt, dass sich im Durchschnitt 5 Flamingos pro Quadratmeter aufhalten, dann ergibt das 25000 Flamingos. Dann hat es weitere Gruppen dahinter und nochmals eine hier und da und auf der rechten Seite, etc. So kommt man sicher auf mehrere hundert Tausend. Der Geräuschteppich ist auch entsprechend.

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Heute gibt es natürlich nicht nur Flamingos. An einem Gewässer tummeln sich auch andere Gestallten. Beim folgenden Bild gibt es ein kleines Quiz: Welches ist das Original und welches das Spiegelbild? Smile 

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Hier sieht man schön, wie steil die Sonne runterbrennt.

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Jeder will etwas vom grünen Schleim. Ich verzichte gerne drauf!

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Mit unseren grossen Objektiven sind wir immer wieder ein Beobachtungsziel. Dann beobachte ich einmal zurück.

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Der Lake Bogoria hat keinen Ablauf. Das heisst, alles Wasser, das reinläuft, muss entweder verdampfen oder versickern. Über die Jahre hat das vermutlich auch wegen veränderter Niederschlagsmengen dazu geführt, dass der Wasserspiel gestiegen ist. Die ursprüngliche Uferstrasse kann heute in weiten Teilen nicht mehr befahren werden. Stattdessen gibt es eine gröbere Umfahrung und dann noch eine Umfahrung der Umfahrung. Festhalten ist angesagt, will man nicht wie ein Ball im Auto hin- und herspringen. Die ursprünglich vordersten Baumreihen ragen heute als abgestorbene Denkmäler aus dem See.

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Für den Sonnenuntergang können wir uns perfekt zwischen Sonne und Flamingos platzieren. Erst kurz vor dem eigentlichen Sonnenuntergang wird diese durch Wolken verdeckt. So geht ein perfekter Tag zu Ende, bei dem glücklicherweise die Wetterprognose so falsch war, wie sie nur sein kann.

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